26 Jan

Sieben Argumente in Harburg zu wohnen

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Ich muss sagen, ich bin immer wieder erstaunt, wie wenige meiner Freunde und Kommilitonen in Harburg leben wollen. Klar – Altona, Eimsbüttel oder Winterhude bieten vielleicht eine etwas schönere Umgebung.

Und ja, es gibt in Harburg nicht soviele Studentenkneipen und auch die Freizeitmöglichkeiten sind beschränkter als z.B. in Altona.

Aber die Nähe zur TUHH ist für mich schon ein Riesenargument (wäre es auch ohne meine Behinderung).

Hier möchte ich einmal eine Lanze für meine Heimat Harburg brechen und sieben Argumente nennen, warum es sich in Harburg gut lebt:

  1. Stellwerk. Als Jazzfan bin ich hier häufiger unterwegs.Es kommen regelmäßig bekannte Bands vorbei, die wirklich feine Klänge produzieren. Ich bin froh, dass es weiter geht mit dem Stellwerk, nachdem die Fortführung des Clubs längere Zeit in Frage stand. Schade, dass die Anwohner häufiger Stress machen. So hoch ist der Lärmpegel wirklich nicht.
  2. Consortium. Hier ist etwas für alle Rock-, Folk- und Countryfans dabei. Ab und zu gibt es sogar (mäßig gutes) Kabarett und Klassik.
  3. Rieckhof. Vielleicht die am meisten unterschätzte Location in Harburg. Ich finde das Ambiente echt cool.
  4. Lämmertwiete. Ok, ich bin nicht der große Kulturfan, aber im Winter kann man es sich hier bei einem heißen Kakao inmitten der Ölbilder (mit klassischem Hamburger Hafen-Charme!), Holztischen, Kerzen und Kaminfeuer richtig gemütlich machen
  5. Bolero. Ja es ist nur eine Franchise Kette. Die Cocktails sind trotzdem gut und brauchen keinen Vergleich zu scheuen.
  6. Stadtpark. Hier kann man im Sommer gut chillen und vom Vorlesungsstress abschalten. Es gibt auch einen Grillplatz. Ich kann es kaum erwarten, dass der Winter aufhört.
  7. Hünkar!! Der beste Döner in Hamburg. Ungelogen.

Ich fühle mich wirklich sehr wohl in Harburg und bin der Meinung, dass dieser Stadtteil weit besser ist als sein Ruf.

Trotzdem könnte die Politik noch einiges tun, um Harburg noch attraktiver für uns Student zu machen. Immerhin gibt es rund 7000 Studierende an der TUHH. Das ist auch wirtschaftlich ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Was könnte noch besser gemacht werden:

  • Offenere Vermieter. Es ist einfach so, die Harburger vermieten sehen Studenten als Mieter zweiter Klasse an. Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich habe von vielen Freunden gehört, dass in anderen Städten ganz anders ist und Studenten gern gesehene Mieter sind.
  • Wohngemeinschaften. Anknüpfend daran wäre es zu begrüßen, wenn die Lokalpolitiker ihren Einfluss geltend machen könnten, um mehr Wohngemeinschaften zu ermöglichen. Viele Studenten bevorzugen aus finanziellen und sozialen Gründen ein Zusammenleben mit anderen Studenten. Leider wird dies von vielen Vermietern nicht gern gesehen.
  • Mehr Möglichkeiten für Sport und verbesserte Fahrradwege

Wie immer gibt es viel zu tun, aber wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und ein echter Wille vorhanden ist, Harburg zu einem noch lebenswerteren Stadtteil zu machen, wird dies auch gelingen!